Theobroma – der Kakaobau

Der immerblühende Paradiesbaum wächst in Regenwäldern und produziert das ganze Jahr hellgelbe und rötliche Blüten. Die Blüten erinnern an Orchideen (Bild). Der Kakaobaum hat seinen Ursprung in Mittelamerika, er gedeiht in feuchten und warmen Gebieten, wie sie am Äquator zu finden sind. Die farbenfrohe Frucht wächst direkt am Stamm und an den dicken Ästen. Sie besteht aus schmackhafter Fruchtpulpe und der Kakaobohne. Diese “Kakaobohnen” sind 2 bis 4 cm lang und wiegen 1 – 2 Gramm. Eine Frucht hat etwa 20 bis 60 Samen.

Die Kakaobohne kann ganzjährig geerntet werden. In kontrollierten Plantagen wird nur zweimal im Jahr geerntet, entweder im Dezember/Januar oder zwischen April und Juni. Ob eine Frucht erntereif ist, erkennt man durch Klopfen mit einem Holzstab gegen die Frucht.

Die Sorten

Criollo

Der Name Criollo kommt aus dem Spanischen und bedeutet “Einheimischer”. Diesen erhielt er, weil er der erste Kakao war, der kultiviert wurde. Ursprünglich kommt er aus Mittelamerika. Criollo ist die edelste aller Kakaosorten. Hervorzuheben ist der geringe Säuregehalt. Und Criollo hat den höchsten Koffeingehalt. Leider ist die Sorte sehr empfindlich gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Selbst ein gesunder Baum trägt nur wenige Früchte. Aus diesem Grund ist die Sorte relativ selten und teurer als die andern. Diese edle Sorte wird in weitere Untersorten eingeteilt: Guasare, Porecelana und Chuao.

Forastero

Forastero bedeutet soviel wie “Fremdling”. Er beherrscht mit 80 % Anteil die Kakaoproduktion. Die robuste und widerstandsfähige Pflanze hat ihren Ursprung im Amazonas. Sie hat einen sehr hohen Säurengehalt, ist bitter und kräftig im Kakaogeschmack. Der Fermentationsprozess ist wesentlich höher als bei den anderen Sorten. Es gibt über 1.000 Forasterosorten, darunter auch Sorten mit sehr guter Qualität. Besonders erwähnenswert ist die Sorte Arriba, die sich durch ihr reines Aroma auszeichnet.

Trinitario

Im 18. Jahrhundert – nach großen Verlusten der Sorte Criollo auf den Plantagen Trinidads – baute man die Sorte Forastero an. So entstand eine natürliche Kreuzung, in der sich Widerstand und Qualität vereinigten: die neue Sorte “Trinitario”. Heute wird sie hauptsächlich in Sri Lanka, Indonesien und Südamerika angebaut. Nachteil der Pflanze: Sie pflanzt sich nicht von alleine fort, der Mensch muss durch Pfropfung mithelfen.