Kakao und seine Geschichte
Der Kakaobaum bekam vom Botaniker Carl Linné bereits
1735 seinen Namen
Theobroma cacao,
was übersetzt heißt "Nahrung der Götter".
Von jeher wurde der Kakaobohne eine besondere Wirkung auf
Körper und Geist nachgesagt. Auch heute wird über
die Gesundheitlichen
Aspekte der Schokolade nachgedacht.
Das erste Mal wurde die Kakaopflanze 1500 vor v. Chr. von
den Olmeken (eine mittelamerikanische Kultur) erwähnt,
die im Tiefland der mexikanischen Golfküste lebten.
Um 600 n. Chr. wurde der Kakao dann auch von den Maya angebaut.
Kakaobohnen waren bei den Ureinwohnern Mexikos, den Mayas
und Azteken und deren Vorfahren, lange vor der Entdeckung
durch Kolumbus als Zahlungsmittel "Cacahuatl"
und Nahrungsmittel hoch geschätzt. Die Azteken waren
wohl die ersten, die aus Kakaobohnen einen Trank brauten.
Sie vermischten kaltes Wasser, Kakaogrieß (dieser
wurde geröstet und auf einen heißen Stein gerieben)
und Gewürze mit einem Holzquirl zu einem bitter-scharfen
Getränk mit dem Namen "Xocolatl". Dieses
Getränk wurde in einem goldenen Becher serviert. Für
die Azteken war dies ein ganz besonderer Kult
Christoph Kolumbus kam 1502 wohl als erster Europäer
mit dem braunen Gold in Berührung, ließ es aber
links liegen.
Hernando Cortez fand die stimulierende Wirkung interessant
- ein Soldat kam mit einem Becher den ganzen Tag aus.
Das chocolatl-Rezept wurde von Hernando Cortez 1528 beim
aztekischen Herrscher Montezuma entdeckt, nach Spanien geschickt
(leider gibt es hierfür keinen Beweis) und von den
Spaniern ein Jahrhundert lang geheim gehalten. Anfänglich
war das Getränk wegen des scharfen Geschmacks gänzlich
unbeliebt.
Die erste Schiffsladung Kakao, von der wir wissen, verließ
erst im Jahr 1585 Veracruz in Richtung Sevilla.
Zu etwas Besonderem wurde Trinkschokolade
am Spanischen Hof, nachdem man Rohrzucker zugesetzt
hatte.
Prinzessin Anna brachte durch ihre Heirat mit Louis VIII.
die Trinkschokolade von Spanien nach Frankreich. Somit wurde
das Eis gebrochen und Schokolade wurde in Europa zu einem
Modegetränk.
Richtig populär wurde sie aber erst nach der Zugabe
von Honig und Rohrzucker. 1673 wurde erstmals öffentlich
Schokolade in Bremen ausgeschenkt. Erst im 18./19. Jahrhundert
wurden größere Mengen von Kakaobohnen in Bremen
gehandelt. Da sie sehr teuer waren, konnten sich zunächst
nur reiche Adlige Schokolade leisten.
Die Verwendung von Kakao bzw. der Schokolade sowohl als
Lebensmittel als auch als Medizin ist für Lateinamerika
und Europa belegt. Schokolade wurde als generell kräftigend,
leicht verdaulich und als Aphrodisiakum empfohlen. Noch
bis ins 19. Jahrhundert wurde Schokolade in Apotheken als
"Kräftigungsmittel" verkauft.
Trinkschokolade verlor langsam an Bedeutung, dafür
genoss man Schokolade in fester Form. Die Schweizer erfanden
im 19. Jahrhundert das Conchier-Verfahren
und die Milchschokolade.
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